Wer pünktlich zur kalten Jahreszeit, sich an einem wohlig warmen Kamin erfreuen möchte, sollte sich rechtzeitig informieren. Denn der Kauf eines Kamin erfordert einige Überlegungen.
Wichtig ist vor allem zu wissen, wie viele Räume der Kamin beheizen soll. Kamine werden nämlich in verschiedenen KWs angeboten, die für die unterschiedliche Wärme eines Kamins stehen. Und das spiegelt sich auch im Preis wider.
Ein Kamin mit 4 KW beheizt einen 40 qm großen Raum, 5 KW beheizen 50 qm ...
Ebenfalls wichtig: Wer einen Kaminofen kaufen und installieren möchte, muss auch auf die baulichen Gegebenheiten wie z.B. Luftzu- und -abfuhr achten. In diesem Fall ist ein Beratungsgespräch mit dem zuständigen Schornsteinfeger unumgänglich. Der Kaminofen muss zudem vom Schornsteinfeger abgenommen werden, bevor der Kamin in Betrieb genommen werden kann.
Alternativen zum offenen Kaminofen sind hingegen Elektrokamine. Ein Elektrokamin ist schnell aufgebaut, angeschlossen und auch für wenig Geld erhältlich. Elektrokamine sind in unzähligen Designs erhältlich und kommen auch in kleineren Räumen gut zur Geltung. In jedem Fall sollte ein Kamin aber immer eine Prüfplakette aufweisen.
Viele Fragen kommen einen erst in den Sinn, wenn man einen Kamin bereits hat. So etwa auch die nach dem richtigen Brennholz. Prinzipiell können Sie alle Holzarten verwenden. Nur haben alle verschiedene Eigenschaften wie zum Beispiel der Brennwerte. In der folgenden Tabelle haben wir ein paar Daten zusammengefasst, damit Sie einen gewissen Überblick über die Holzarten gewinnen.
Holzart
Brennwert pro Raummeter
Kosten pro Raummeter
positive Eigenschaften
negative Eigenschaften
Eichenholz
2100 kWh
ca. 80 €
sehr hart, witterungsbeständig, lange Brenndauer, für Öfen geeignet
kein schönes Flammenbild, enthält viel Gerbsäure und kann den Abgasrohren schaden, wenig für Kamine geeignet
Buchenholz
2100 kWh
ca. 45 €
ruhige Flamme, geringer Funkenflug, für Kamin und Ofen geeignet
Vidro Wandkamin. Kamine auf umweltfreundlicher Ethanol-Basis spielen immer dann ihre Trümpfe aus, wenn die Nachrüstung eines klassischen Kamins samt Abzugsschlot zu aufwändig, teuer oder - ...
Brennholz muss selbstredend trocken sein, damit seine Funktion erfüllt. Sie sollten das Holz daher in der Regel 1 bis 2 Winter trocknen lassen. Feuchtes Holz kann nämlich zur Russbildung beitragen und so den Kamin versotten.
Die Verbrennung feuchten Holzes kann darüber hinaus Gase freisetzen und zu Gesundheitsschäden führen. Um ihrer Gesundheit also nicht zu schaden müssen Sie einerseits auf richtige Lagerung achten und andererseits den Grad der Feuchtigkeit des Holzes messen. Für solche Zwecke gibt es spezielle Feuchtigkeitsmesser. Ein Indiz für zu feuchtes Holz ist aber auch, wenn das Holz bei der Verbrennung Wasserbläschen wirft.
Zur optimalen Lagerung Hierzu eignen sich gut belüftete und warme Räume. Holz kann dementsprechend auch im Freien unter direkter Sonneneinwirkung locker gelagert werden. So eignen sich neben Süd- oder Westwänden von Häusern etwa auch Flächen am Waldrand. Die Verwendung von Planen und dergleichen sollten Sie verhindern, da austretende Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Positionieren Sie die Holzstapel einfach nach Möglichkeit unter einem vorgezogenem Dach. Um Fäulnis zu vermeiden darf das Holz aber weder direkt mit dem Boden in Kontakt kommen noch mit Hauswänden. Zur Lagerung sollten daher Euro-Paletten etc. genutzt werden. Zerschlagen Sie die Holzstücke aber möglichst oft. Denn dies verkürzt die Trocknungszeit und senkt das durch Schimmel- und Pilzbefall ausgehende Risko.
Pellets, Hackschnitzel oder andere Brennholzwaren können auch im Haus bzw. einem zu Zweck vorgesehenen Raum gelagert werden. Allerdings müssen solche Räume oder auch Silos sämtliche Voraussetzungen hinsichtlich der Brandschutzbestimmungen, Raumgröße, Belüftung sowie Trockenheit erfüllen.