Mit neuen Fenstern Energie und Geld sparen

Fensterbauer beim einsetzten eines neuen Fensters

© Dmitry Kalinovsky/shutterstock

Das Schlagwort „Energieeffizienz“ ist momentan in aller Munde. Die Erkenntnis, dass der bisherige Verbrauch zu hoch ist und sowohl die Gesellschaft als Ganzes als auch jeder Einzelne dazu aufgefordert ist, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, hat sich ins allgemeine Bewusstsein eingebrannt.


Große Lösungen werden auf Klimakonferenzen ausgehandelt (auch wenn ein gewisser Dampfplauderer nicht mitmachen will), während es bei kleinen Lösungen darauf ankommt, das eigene Verhalten zu hinterfragen und gegebenenfalls zu ändern.


Als Einzelperson hat man noch diverse weitere Möglichkeiten, Energieverschwendung einzudämmen. Eine davon ist der Einbau neuer Fenster.



Über schlecht isolierte Fenster geht viel Energie verloren

Diese Maßnahme sollte natürlich nicht die einzige bleiben, dennoch kann sie schon enorm dabei helfen, weniger Energie wirkungslos zu verblasen. Alte Holzfenster lassen nämlich im Winter extrem viel Heizungsluft entweichen, was den Verbrauch – oder besser gesagt die Verschwendung – natürlich extrem nach oben treibt.
Sehr gut ersichtlich ist dieser Umstand anhand der folgenden Grafik:


Aufnahme einer Wärmebildkamera

© Ulrich Mueller / Shutterstock



Diese Aufnahme einer Wärmebildkamera zeugt deutlich, dass entlang der Rahmen die höchste Temperatur herrscht und hier folglich viel Wärme aus dem Inneren tritt, die eigentlich dort bleiben soll. Mit Hilfe moderner Fenster, deren Isolierung der älterer Modelle um ein Vielfaches überlegen ist, lässt sich ein Großteil dieser warmen Luft innerhalb der eigenen vier Wände halten.


Die Holzrahmenfenster alter Schule weisen einen sogenannten Wärmedurchgangskoeffizienten (kurz: U-Wert) von 3,0 auf. Das bedeutet: fast ein Drittel der beheizten Luft entwicht selbst bei geschlossenem Fenster. Das sieht bei den neuesten Modellen ganz anders aus. Hier beträgt der U-Wert nur noch 0,6, was umgerechnet bedeutet, dass lediglich 9% der Heizluft ungenutzt nach draußen geleitet werden.



Holz, Alu oder Kunststoff?

Wer neue Fenster einbaut, hat mittlerweile die Wahl zwischen verschiedenen Materialien. Die drei gängigsten sind Holz, Aluminium und Kunststoffe. Sie alle haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Der beste Isolator ist dabei nach wie vor der Klassiker aus Holz – der natürliche Rohstoff ist am besten dafür geeignet, warme Luft an Ort und Stelle zu halten.


Die Materialien in der Übersicht:


Vorteile Nachteile
Holz
  • Gute Dämmung
  • Natürlicher Rohstoff
  • Optisch ansprechend
  • Immenser Pflegeaufwand
  • Relativ teuer
Alu
  • Sehr widerstandsfähig und langlebig
  • Leicht zu bearbeiten für spezielle Konstruktionen
  • Optisch nicht in jedem Kontext schön
  • Kann sich bei extremer Hitze verformen
Kunststoff
  • Günstig
  • Pflegeleicht
  • Kann optisch leicht verschönert werden
  • Nicht der beste Isolator



Förderungen vom Staat erleichtern die Sanierung

Um die Effizienz der Sanierungsmaßnahmen zu erhöhen, raten Experten dazu, beim Einsetzen neuer Fenster direkt auch die Fassade neu zu dämmen. Nur dann, wenn diese beiden Komponenten zusammenspielen, kann gewährleistet werden, dass das vorhandene Sparpotential in Gänze ausgeschöpft wird.


Nun ist eine solche Sanierung vieles, aber nicht günstig. Wer sich dennoch zu diesem Schritt entscheidet, kann dabei auf finanzielle Unterstützung durch den Staat rechnen, genauer gesagt durch dessen Förderbank KfW. Sie bietet spezielle Kredite und Zuschüsse, die aus dem finanziellen Kraftakt „energetische Sanierung“ zwar kein Kinderspiel machen, ihn aber dennoch merklich erleichtern.


Energie zu sparen bedeutet zudem auch, jeden Monat bares Geld zu sparen. Es kann zwar je nach Umfang der durchgeführten Maßnahmen einige Jahre dauern, doch irgendwann haben sich die Ausgaben für die energieeffizienten Innovationen dann amortisiert. Wer sein Haus saniert, schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel, so dass es am Ende nur Gewinner gibt.




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