Von schiefen Gartentoren und tropfenden Wasserrohren

Heimwerker - Chaos

© conrado / shutterstock

Heimwerkern gehört zusammen mit Gartenarbeit zu den Lieblingshobbys der Deutschen. Immer öfter fühlen sich sowohl Männer als auch Frauen dazu berufen, sich handwerklich auszutoben. Dabei können sehr schöne Do-it-yourself-Projekte entstehen, ebenso oft endet die Begeisterung allerdings mit kleinen Pannen oder mittleren Katastrophen – vor allem wenn es Reparaturen betrifft, bei denen ein Fachmann wohl besser gewesen wäre. Der Trend bleibt trotzdem weiterhin ungebrochen, gibt es doch genug Heimwerkersendungen im Fernsehen oder Ratgeber mit Schritt-für-Schritt-Anleitung im Internet, die den Eindruck erwecken, dass quasi jeder von Ihnen der neue Tim Taylor von „Hör mal, wer da hämmert“ ist. Eigentlich kann da ja nichts mehr schief gehen – oder?



Plötzlich sind alle vom Fach

Das Gartentor muss repariert werden? Kein Problem: Ein paar wenige Handgriffe hier, ein bisschen schütteln dort und das neue Modell ist fertig. Der Wasserhahn tropft? Selbstverständlich benötigt in so einer Situation niemand einen Heimwerker, denn selbst ist der Mann oder die Frau! Zumindest würde das Tim Taylor sagen. Ebenso wie manch männlicher Zeitgenosse und greift voller Euphorie zu seinem Werkzeug. Es wird fleißig gebaut, geklebt und gebohrt, während die Frau Kopf schüttelnd daneben steht und den Staubsauger hält. So viel zumindest zum Klischee. Natürlich gibt es ebenfalls ausreichend Männer mit zehn Daumen und sehr viele handwerklich begabte Frauen, die von der Qualität der eigenen Arbeit überzeugt sind. Nicht selten kommen dann allerdings Ergebnisse wie diese zustande: Buzzfeed.com hat die lustigen Handwerker-Fails als Bildergalerie zusammengestellt.


Woran mag das liegen, dass das eine Projekt von Erfolg gekrönt ist, während ein anderes sich zu einem absoluten Fiasko entwickelt? Am mangelnden Engagement liegt es jedenfalls nicht, zumindest am Anfang ist die Begeisterung nämlich noch groß. Meist scheitert es jedoch an folgenden Umständen:


  • Fehlende Materialkenntnisse
  • Unsachgemäßer Umgang mit Werkzeugen
  • Mangelndes Geschick
  • Fehlendes Know-how
  • Kein Arbeitsschutz

Manchmal sind die Herausforderungen einfach zu groß. Sicherlich stellt es für viele Hobby-Handwerker kein Problem dar, eine klemmende Tür mit Öl zu schmieren. Bei anderen scheitert es allerdings schon beim Aufbau eines Ikea-Regals. Nicht umsonst warnen bereits ausgebildete Psychologen vor einem gemeinsamen Einkauf im Möbelhaus, weil es sich gut und gern als Beziehungsfalle herausstellen kann. Und ein Laie ist und bleibt nun einmal kein Fachmann und die Ausbildungen zum Handwerker gibt es auch nicht umsonst.

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Warum ist Handwerken so beliebt?

Wenn sogenannte Improvisationskünstler zur Säge greifen, hat das meist pragmatische Gründe. Ein ausgebildeter Maler, Schreiner oder Elektriker kostet schließlich Geld. Und meist nicht wenig, bringen Fachkräfte doch die notwendigen Erfahrungen sowie Kenntnisse mit. Da legt so mancher Bundesbürger dann doch lieber selbst Hand an, so schwierig kann es ja nun nicht sein, eine Wand zu tapezieren. Bei mangelnder Geduld finden sich zum Schluss gern einmal Luftblasen unter der Tapete oder der laminierte Boden stellt sich als uneben heraus. Wir wollen jedoch nicht verschweigen, dass es eine große Zahl an Männern sowie Frauen gibt, die einfach Freude an handwerklicher Arbeit haben. Sie nehmen sich Zeit, planen das Projekt durch und fragen notfalls einen befreundeten Handwerker, ob er oder sie nicht mal eben mit anpacken kann. Oftmals kann sich das Ergebnis dann durchaus sehen lassen: so finden sich selbstgebaute Partytheken im Keller, ein Hochbeet im Garten oder eine Regalkonstruktion im Kinderzimmer. Handelt es sich aber um Reparaturen, die mit Wasser, Strom oder Gas zusammenhängen, empfehlen wir auch weiterhin den Gang zum Fachmann!



Nachfragen ist kein Zeichen von Schwäche

Manche Heimwerker versuchen sich an Projekten und scheitern kläglich. Oft ist der Stolz zu groß, um sich irgendwo Hilfe zu holen. Man(n) müsste sich ja dann eingestehen, dass er es doch nicht kann. Um zu verhindern, dass nachträglich doch noch ein professioneller Handwerker nach Hause kommt, gibt es im Internet diverse Anlaufstellen, bei denen Sie anonym Ihre Fragen stellen können. Ratgeberseiten wie haus.co haben sich auf genau solche Situationen spezialisiert. Ausgewiesene Experten beantworten Ihre Fragen mit konkreten Antworten. Sie werden nicht öffentlich bloßgestellt und erhalten wichtige Tipps – gegebenenfalls können Sie auch Angebote einholen, wenn ein Fachmann doch die richtige Option für Sie ist.




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