Obstbäume: Ratgeber & Informationen

September

Wer immer frisches Obst auf dem Teller haben möchte, der sollte sich für Obstbäume entscheiden. Doch welche Obstbäume sind pflegeleicht, welche Bäume sind besonders ertragreich? Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen und die wichtigsten Praxis-Tipps. Zusätzlich erfahren Sie, wie Sie Ihre Obstbäume vor Schädlingsbefall und Krankheiten schützen können.


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Apfel-, Birne-, Pflaume- oder Kirschbaum?

Wer einen bunten und ergiebigen Nutzgarten möchte, bei dem darf ein richtiger Obstbaum nicht fehlen. Doch welcher ist der richtige Baum?


Fest steht, alle Obstbäume bedürfen Platz und ein wenig Pflege. Ganz ohne, geht es eben nicht. Hierbei sind vor allem die Schnittmaßnahmen gemeint, die jeder Baum früher oder später erhalten sollte. Wer also wenig Aufwand aufbringen möchte, sollte sich für einen kleinen Obstbaum entscheiden. Säulenobst ist hier als Alternative ideal. Ebenso wichtig ist die Frage des Platzes. Bevor Sie sich für einen Baum entscheiden, denken Sie also an die Endgröße des Baumes. Jährliche radikale Rückschnitte des Baumes sind sinnlos.


Sollte es in Ihrer Umgebung große, alte, gesunde und ertragreiche Obstbäume geben, so können Sie sich auch der an Auswahl Ihrer Nachbarn orientieren. Denn dadurch haben Sie zugleich die Gewissheit, dass der Standort geeignet und die geplante Pflanzung erfolgversprechend ist. Wer nur wenig Platz in seinem Garten hat, für den ist das Säulenobst eine echte Alternative zu einem groß wachsenden Obstbaum. Säulenobst erhalten Sie bereits für alle am Baum wachsenden Obstsorten. Da das Säulenobst in Pflanzenkübeln steht, fällt auch hier die Pflege etwas einfacher aus.


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Der Sinn von Baumscheiben

Baumscheiben helfen den Baum, gesund zu bleiben, denn wenn erst einmal der Boden um die Baumwurzel herum stark verdichtet ist, können die Wurzel die Nährstoffe und Feuchtigkeit nicht mehr richtig aufnehmen. Baumscheiben können aus einer Schicht Mulch bestehen oder aus einer Bepflanzung durch z.B. Schattenstauden und Narzissen (Letzteres soll zudem Nagetiere fern halten). Eine Mulchschicht verhindert zudem, dass der Boden im Winter friert.

Wer sich für das Original entscheidet, sollte beim Kauf auf die sog. Obstbaumunterlage achten. Diese befindet sich zwischen der Wurzel des Baumes und der Veredelungsstelle durch die Baumschulen. Die Obstbäume weisen verschiedene Unterlagen auf, welche maßgeblich für die Baumform, die Wuchsstärke und den Beginn der Fruchtbarkeit des Baums verantwortlich sind. Da die Obstbaumunterlagen durch jahrzehntelange Selektionen immer wieder verändert werden, gibt es hier auch immer wieder Neuheiten. Die wichtigsten und bewährten Obstbaumunterlagen sind: Weiter ...


Wurzelunterlage und Obstsorte müssen überlegt und fachgerecht zusammengestellt sein. Doch die Auswahl der Unterlagen ist besonders bei Apfelbäumen sehr groß. Auf jeden Fall sollten Sie die Unterlage nach der Bodenart und der vorhandenen Standfläche auswählen. Hier finden Sie ein paar Apfelbaumunterlagen und ihre Eigenschaften:


Apfelbaumunterlage

Nr. Wuchs Frucht Sonstiges
M 9 mittelstark, Baumhöhe 3 m Ertrag nach 2-3 Jahren, wird bis zu 20 Jahre alt nicht standfest, Pfahl ratsam, empfindlich gegenüber Staunässe, schwere Böden und Trockenheit
M 7 mittelstark, bis 4 m frühe Erträge, gute Fruchtqualität, standfest, frosthart, robust gegenüber Trockenheit und Nässe. widerstandsfähig gegenüber Kragenfäule
M 26 schwach, bis 3 m Ertragsbeginn früh, für schwachwüchsige Sorten geeignet nicht standfest, Pfahl notwendig, frosthart und robust, geeignet für schlechtere Böden, nicht anfällig für Kragenfäule und Wühlmäuse
MM 111 mittelstark, 5 m hoher Ertrag standfest, für Hochstämme in großen Grundstücken, frosthart, auch für trockene Böden,nicht anfällig für Schädlinge aber gegenüber Staunässe



Birnenbaumunterlage

Nr. Wuchs Platzbed. Frucht Sonstiges
Quitte mittel 12 - 16 qm Ertragsbeginn nach 6 Jahren nicht standfest, Stützpfahl erforderlich, Vor allem für Buschbäume verwendet, kalkreiche Böden sind ungeeignet
Sämling bis 10 m hoch 24 - 30 qm Ertragsbeginn nach 6-8 Jahren wird bis zu 80 Jahre alt
Quitte MA schwach für kleinere Anlage geeignet ab d. 3. Jahr, gute Qualität -
OHF (333) mittel - fruchtet früh resistent gegen Feuerbrand, verträgt mehr kalkhaltigen Boden als die Quitte


Für den Kirschbaum empfiehlt sich Gisela 5. Gisela 5 ist stark wachsend (4 m hoch) und ist bereits nach 2-3 Jahre Ertragreich. Sie zeichnet sich durch einen gute Sortenverträglichkeit aus und wird 25 Jahre alt. Als Pflaumenunterlagen ist die große grüne Reneklode geeignet, das sie wegen ihrer Frosthärte für fast alle Standorte geeignet ist. Sie ist mittelstark wachsend und hat einen Platzbedarf von 30 - 35 qm.


Bedenken Sie: Manche Obstbäume wie Birnen und Süßkirschen tragen nur dann Früchte, wenn ein zweiter Baum derselben Arten und der selben Blütezeit in der Nähe ( kann auch der Nachbargarten sein) steht. Ist der Boden zu sandig und zu trocken, so sollte man von einer Obstbaumpflanzung Abstand nehmen. Selbst anspruchslose Sorten wollen hier nicht recht wachsen.


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Reiche Ernte

Wenn Ihre Obstbäume mir reichlich Früchten behängt ist, bedeutet das nicht, dass Sie auch eine reiche Ernte haben. Denn oft bleiben die Früchte zu klein. Tipp: Pflücken Sie die Hälfte der Früchte (beschädigte usw.)


Schutz & Pflege

Allgemein bekannt ist, dass der Ertrag weitgehend von Schnittmaßnahmen beeinflusst werden kann. Eine detaillierte Anleitung zum Baumschnitt erhalten Sie in der Kategorie Schnitte. Ansonsten braucht ein Obstbaum kaum Pflege. Lediglich frisch gepflanzte Obstbäume müssen regelmäßig und ausreichend gewässert werden.


Es kann auch bei frostharten Bäumen immer mal wieder vorkommen, dass sie Frostschäden erleiden. Denen können Sie aber meist durch geeignete Maßnahmen vorgebeugt bzw. behandeln:

  • decken Sie die Baumstämme mit Brettern, Verschalungen oder Jutesäcken ab
  • ein Stammanstrich kann vor Frostschäden schützen
  • ein Verband mit einer Mischung aus Lehm, Schachtelhalmtee und Kuhmist kann vorhandene Frostschäden reparieren
  • geeignete Fertigpräparate gibt es ebenfalls
  • totes Gewebe muss entfernt werden


Auch bei den von Bakterien oder Viren übertragenen Krankheiten gibt es eine ganze Reihe Präparaten. Allerdings werden Krankheiten und Schädlinge erst dann bekämpft, wenn der Ertrag erheblich beeinträchtigt wird. Die Schonung und Förderung von Nützlingen ist vorrangig. Vorbeugend ist auf einen guten Pflegezustand (fachgerechter Baumschnitt, optimale Wasser- und Nährstoffversorgung) sowie eine effiziente biologische Bekämpfung von Schadinsekten (Vogelnistkästen!) zu achten.


Wichtig ist beim Kauf eines Obstbaumes darauf zu achten, dass Sie nur virusfreie Bäume mit rotem Etikett kaufen.



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