Lesen Sie auf dieser Seite, wie Sie einen Bio-Garten anlegen und erfahren Sie, welche die wichtigsten Gründüngungspflanzen für den Biogarten sind. Außerdem erläutern wir Ihnen, wie Sie biologischen Pflanzenschutz betreiben können.
Das häufigste Vorbild für den Biogarten ist der Bauerngarten. Doch statt Zierpflanzen ist der größte Flächenanteil des Gartens ein Nutzgarten. Ansonsten gelten die gleichen Grundregeln wie bei der Planung herkömmlicher Gärten:
alle Beete sollten zugänglich sein
die Gemüsebeete sollten nicht größer als 1,20 m sein
wichtig ist eine geregelte Kompostwirtschaft, Düngen erfolgt nur im "Notfall"
Planen Sie ausreichend Wege ein
Planen Sie eine Ecke für Wildkräuter und Pilze ein
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Verwenden Sie zum bewässern Regenwasser oder Oberflächenwasser
Schädlingsbekämpfung erfolgt durch Nützlinge
die Bodenpflege muss schonend erfolgen
nur organischer Dünger verwenden
nur die gesündesten Pflanzen zur Vermehrung verwenden und Saatgut selbst vermehren
im Gemüsegarten muss auf die Fruchtfolge geachtet werden
Was ist ein Fruchtwechsel?
Wenn gesagt wird, man soll auf den Fruchtwechsel achten, dann ist damit der wechselnde Anbau von Pflanzen auf einer Fläche gemeint. Das soll verhindern, dass die Pflanzen dem Boden nur einseitig Nährstoffe entziehen. Außerdem werden damit Krankheiten und Schädlinge vorgebeugt. Man unterscheidet die Pflanzen in Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer (benannt nach dem Verbrauch von Nährstoffen). Die Pflanzen werden also auf einem abwechselnd angelegt: Im ersten Jahr die Starkzehrer, im zweiten die Mittelzehrer und im dritten die Schwachzehrer. Damit wird gewährleistet, dass jede Pflanze noch genug Nährstoffe erhält, die sie braucht.
Die wichtigsten Gründüngungspflanzen für den Biogarten
Verzichten Sie beim Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung auf chemische Mittel. Nützlinge sind die biologische Alternative. Ausführliche Informationen zum Thema Nützlinge und Schädlinge erhalten Sie in dieser Rubrik. Vorbeugende können sie robuste Pflanzen verwenden, die nicht anfällig für Krankheiten und Schädlinge sind.
Daneben ist der Anbau von Gründüngungspflanzen sehr wichtig und nicht zu umgehen. Denn diese Pflanzen haben viele Vorteile. Sie helfen dem Bio-Gärtner maßgeblich Unkraut zu regulieren und die Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlingen zu schützen.
Daneben verhindert die Gründüngungspflanzen Bodenerosion, halten die Nährstoffe im Boden, sind selbst ein guter Dünger und verbessern die Bodenstruktur.
Die wichtigsten Gründüngungspflanzen finden Sie in der folgenden Tabelle aufgelistet:
Pflanze
Boden
Saatzeit
Merkmale
Winterraps
tiefgründig, nährstoffreich, sandig, leicht sauer
Aug-Sept; Ernte: Juli/August des Folgejahres
winterhart; gute Vorfrucht; nicht vor Kohlarten aussäen; lockert den Boden
Lupine
alle, besonders für nährstoffarme Böden
April-Aug
nicht winterhart; Hülsen u. Samen giftig; Stickstoffsammler
Luzerne
alle, auch trockene Böden
März-Okt
Stickstoffsammler; wurzelt tief
Bienenfreund
alle
April-Sept
gut für Fruchtfolge; nicht winterhart
Ölrettich
alle
März-Aug
wurzelt tief; für tiefgründige Lockerung
Winterroggen
alle; durchwurzelt den Boden
Sept-Okt
winterhart; spät möglichste Einsaat
Senf
alle
März-Okt
Bodenlockerer; nicht als Vorkultur für Kohl verwenden