Schritt für Schritt zum eigenen Biogarten

Lesen Sie auf dieser Seite, wie Sie einen Bio-Garten anlegen und erfahren Sie, welche die wichtigsten Gründüngungspflanzen für den Biogarten sind. Außerdem erläutern wir Ihnen, wie Sie biologischen Pflanzenschutz betreiben können.

Biogarten

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Der Anbau

Das häufigste Vorbild für den Biogarten ist der Bauerngarten. Doch statt Zierpflanzen ist der größte Flächenanteil des Gartens ein Nutzgarten. Ansonsten gelten die gleichen Grundregeln wie bei der Planung herkömmlicher Gärten:

  • alle Beete sollten zugänglich sein
  • die Gemüsebeete sollten nicht größer als 1,20 m sein
  • wichtig ist eine geregelte Kompostwirtschaft, Düngen erfolgt nur im "Notfall"
  • Planen Sie ausreichend Wege ein
  • Planen Sie eine Ecke für Wildkräuter und Pilze ein
  • Achten Sie auf günstige Mischkulturen

Düngen mit Brennesseljauche


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Die Grundregeln

  • Verwenden Sie zum bewässern Regenwasser oder Oberflächenwasser
  • Schädlingsbekämpfung erfolgt durch Nützlinge
  • die Bodenpflege muss schonend erfolgen
  • nur organischer Dünger verwenden
  • nur die gesündesten Pflanzen zur Vermehrung verwenden und Saatgut selbst vermehren
  • im Gemüsegarten muss auf die Fruchtfolge geachtet werden

Was ist ein Fruchtwechsel?

Wenn gesagt wird, man soll auf den Fruchtwechsel achten, dann ist damit der wechselnde Anbau von Pflanzen auf einer Fläche gemeint. Das soll verhindern, dass die Pflanzen dem Boden nur einseitig Nährstoffe entziehen. Außerdem werden damit Krankheiten und Schädlinge vorgebeugt. Man unterscheidet die Pflanzen in Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer (benannt nach dem Verbrauch von Nährstoffen). Die Pflanzen werden also auf einem abwechselnd angelegt: Im ersten Jahr die Starkzehrer, im zweiten die Mittelzehrer und im dritten die Schwachzehrer. Damit wird gewährleistet, dass jede Pflanze noch genug Nährstoffe erhält, die sie braucht.

  • Starkzehrer: Kohlarten, Brokkoli, Gurken, Kartoffeln, Lauch, Mangold, Rotkohl, Tomaten, Kürbisse, Zucchini
  • Mittelzehrer: Auberginen, Endivien, Salat, Sellerie, Karotten, Paprika, Rettich, Porree, Rote Beete, Rosenkohl, Spinat, Zwiebeln, Erdbeeren, Einjahresblumen
  • Schwachzehrer: Hülsenfrüchte, Möhren, Zwiebeln, Bohnen, Erbsen, Feldsalat, Kräuter, Radieschen


Die wichtigsten Gründüngungspflanzen für den Biogarten

Verzichten Sie beim Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung auf chemische Mittel. Nützlinge sind die biologische Alternative. Ausführliche Informationen zum Thema Nützlinge und Schädlinge erhalten Sie in dieser Rubrik. Vorbeugende können sie robuste Pflanzen verwenden, die nicht anfällig für Krankheiten und Schädlinge sind.
Daneben ist der Anbau von Gründüngungspflanzen sehr wichtig und nicht zu umgehen. Denn diese Pflanzen haben viele Vorteile. Sie helfen dem Bio-Gärtner maßgeblich Unkraut zu regulieren und die Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlingen zu schützen. Daneben verhindert die Gründüngungspflanzen Bodenerosion, halten die Nährstoffe im Boden, sind selbst ein guter Dünger und verbessern die Bodenstruktur. Die wichtigsten Gründüngungspflanzen finden Sie in der folgenden Tabelle aufgelistet:


Pflanze Boden Saatzeit Merkmale
Winterraps tiefgründig, nährstoffreich, sandig, leicht sauer Aug-Sept; Ernte: Juli/August des Folgejahres winterhart; gute Vorfrucht; nicht vor Kohlarten aussäen; lockert den Boden
Lupine alle, besonders für nährstoffarme Böden April-Aug nicht winterhart; Hülsen u. Samen giftig; Stickstoffsammler
Luzerne alle, auch trockene Böden März-Okt Stickstoffsammler; wurzelt tief
Bienenfreund alle April-Sept gut für Fruchtfolge; nicht winterhart
Ölrettich alle März-Aug wurzelt tief; für tiefgründige Lockerung
Winterroggen alle; durchwurzelt den Boden Sept-Okt winterhart; spät möglichste Einsaat
Senf alle März-Okt Bodenlockerer; nicht als Vorkultur für Kohl verwenden
Inkarnatklee alle Juli-Sept winterhart; Stickstoffsammler
Kartoffeln alle März-Mai lockern den Boden; fördern das Bodenleben
Sonnenblumen leicht mittelschwer April-Juni verdrängt Unkraut