Ein gesunder Boden, hochwertiges Pflanzgut und die richtige Düngung, sind die Basis für eine erfolgreiche Ernte.
Der ideale Boden besteht aus mittelschwerem, leicht sandigem und humosem Lehm mit krümeligen sowie wasserdurchlässigen Strukturen. Des Weiteren befinden sich in den oberen Schichten sichtbare (z.B. Regenwürmer) und unsichtbare (z.B. Bakterien) Bodenlebewesen. Seien Sie also froh, wenn Sie diese Lebewesen in Ihrem Garten entdecken, denn durch deren Tätigkeit wird der Boden gut durchlüftet und organische Substanzen abgebaut, die dem Boden als Nährstoffe zugute kommen.
Auch wenn Sie diese Lebewesen bisher noch nicht gesehen haben, graben Sie Ihren Boden nicht um!!! Lockern Sie die Erde nur 2 Spartenstiche tief, denn der belebte Oberboden darf nicht mit dem unbelebten Unterboden vermischt werden.
Um die Qualität Ihre Bodens zu erhalten, sollten Sie zusätzlich dafür sorgen, dass die Erde über den Winter hinweg nicht zu stark austrocknet. Streuen Sie daher eine Gründung oder decken Sie die Erde mit Stroh ab.
Im Frühjahr, Sommer und Herbst, sollten Sie Ihren Boden hingegen mulchen. Mit welcher Intensität Sie das machen müssen, hängt von der Art Ihres Bodens ab.
Mit Hilfe folgender Tests können Sie die verschiedenen Arten unterscheiden:
| Bodentest |
Durchführung |
Spatentest
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Vitaler Boden ist, wie oben bereits erwähnt, krümelig, locker und ausreichend feucht. Mit einem Spatenstich bekommen Sie einen Eindruck davon, welche Konsistenz Ihr Gartenboden hat.
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Schlemmprobe |
Geben Sie etwas Erde in ein mit Wasser gefülltes Glas. Wenn sich diese auflöst, setzen sich grobe Bodenbestandteile wie Sand am Grund des Gefäßes ab. Darüber reichern sich leichtere Tonteilchen an und an der Wasseroberfläche schwimmt der Humus.
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Fingertest
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Wenn Sie etwas Erde zwischen den Fingern reiben, bekommen Sie einen noch besseren Eindruck von der Bodenart.
Lehm- und Tonboden: Wenn sich der Boden zu einer dicken Wurst rollen lässt, enthält er überwiegend lehmige und tonige Anteile mit feinen Korngrößen. Dieser Boden kann nicht viel Wasser aufnehmen, doch die Menge die er speichert, hält er für eine lange Zeit.
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Sandiger Boden: Bei diesem Test, rieselt Sandboden zwischen den Fingern hindurch. Er lässt sich nicht zu einem Klumpen formen, jedoch lassen sich hier die einzelnen Körner erkennen und auch fühlen. Wasser versickert in den großen Poren sofort, er speichert also nicht.
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Humoser Boden: Wenn der Boden krümelig und dunkel ist, dann enthält er viele organische Materialien. Humoser Boden ist sandig und tonig zugleich und damit nicht so bindefähig, wie der zuerst genannte Boden. Er lässt sich trotzdem gut formen und bildet in der Hand einen bröckeligen Klumpen.
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Bodenprobe einschicken |
Wenn Sie sehr ausführliche Informationen über Ihren Boden erhalten möchten, dann entnehmen Sie an mehreren Stellen eine Bodenprobe und schicken diese an ein Untersuchungslabor. Die Analyse gibt Auskunft über die Art des Bodens sowie über den Bodentyp. Des Weiteren erhalten Sie Düngeempfehlungen, um Ihren Boden gezielt verbessern zu können.
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pH-Wert
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Mit Hilfe von Lackmuspapier, das Sie in jeder Apotheke erhalten, können Sie den Säuregehalt des Bodens überprüfen.
Färbt sich der Teststreifen rot, dann handelt es sich um einen sauren Boden.
Wenn sich das Papier blau färbt, dann ist der pH-Wert 7, der Boden ist also neutral und Sie haben den optimalen Wert für Ihren Anbau.
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Sie haben nun festgestellt welchen Boden Sie haben und fragen sich jetzt, wie Sie die Qualität Ihrer Erde verbessern können?
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Hier ein paar Tipps:
- Bei einem Lehmboden: kann zur Verbesserung 5-10 cm Sand pro Quadratmeter eingearbeitet werden. Des Weiteren wird bei diesem Boden ein tiefgründiges Umgraben vor dem Winter empfohlen (aber auch nur bei diesem Boden).
- Ein Sandboden: kann durch Tonmaterialien, wie z.B. Bentonit (aus dem Sack) verbessert werden.
- Ist der pH-Wert des Bodens zu hoch: sollten Sie ungedüngten Torf untermischen. In der Folgezeit sollten Sie dann möglichst mit Regenwasser gießen und sauer wirkenden Dünger wie beispielsweise Ammoniumsulfatsalpeter und schwefelsaures Ammoniak verwenden.
- Ist der pH-Wert sauer: dann ist ist es angebracht den Boden zu kalken, denn die meisten Pflanzen bevorzugen einen pH zwischen 6,5 und 7. Für die Dosierung des Kalkeimers kann man keine Richtlinien geben, denn jeder Boden hat individuelle Ansprüche. Des Weiteren haben die verschiedenen Kalksorten, wie Algenkalk, kohlensaurer Kalk und Gesteinsmehl unterschiedliche Kalkanteile. Richten Sie sich daher am Besten nach den Angaben auf der Rückseite der Packung.
- Um das Pflanzenwachstum zu optimieren, ist Kompost unverzichtbar. Er sollte 5cm hoch aufgetragen und anschließend eingearbeitet werden.
- als weitere Düngung, können Sie noch 1 Handvoll Hornspäne pro Quadratmeter verstreuen und oberflächlich einarbeiten. So fördern Sie Bodenleben sowie die Zersetzung von Pflanzen.
Die beiden genannten organischen Dünger, werden erst im Boden langsam in eine Form umgewandelt, die die Pflanzen anschließend aufnehmen können. So ist eine "Überdüngung" kaum möglich.
- wenn Beete frisch angelegt wurden, empfiehlt es sich, den Boden zu mulchen, so bleibt der Boden länger feucht und Unkraut kann kaum bis gar nicht anwachsen bzw. keimen.
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Erneuerung des Bodens
Wenn alle diese Maßnahmen nicht helfen und Ihr Ertrag sich weiter mindert, dann bleibt als letzte Möglichkeit nur die Erneuerung des Bodens.
Die im Handel erhältlichen "Einheitserde", ist am Besten für diesen Zweck geeignet. Sie hat eine hohe Speicherkapazität für Wasser und eine lockere Struktur. Des Weiteren enthält Sie einen Mineraldünger, der optimal auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt ist. Die Verpackung von hochwertiger Erde trägt das RAL-Gütezeichen des Instituts für Gütesicherung für Qualität. Diese Erde hat auch meistens einen etwas gehobenen Preis, denn gerade bei Pflanzenerde sind mit dem Preis erhebliche Qualitätsunterschiede verbunden.
Wenn Sie Gewächse mit speziellen Ansprüchen wie beispielsweise
Kübel-, Zitrus- oder anderen Pflanzen setzen wollen, dann erhalten Sie im Handel mittlerweile Erde, die genau auf deren Ansprüche ausgelegt ist.