Stauden

Kein Garten ohne Stauden! Staudenpflanzen sind so vielfältig und flexibel einsetzbar, dass sie unverzichtbar sind. Sie sind kostengünstig, haben eine lange Lebensdauer und bieten ein unendliches Spektrum an Farben, Texturen, Düften und Formen an. Stauden gehören zu den beliebtesten Zierpflanzen, mit denen sich ein Gärtner schmücken kann. Wir zeigen Ihnen, welche Stauden sich für Ihren Garten eignen und erläutern Ihnen, wie Sie sich ein eigenen Prachtstaudenbeet anlegen können.

Stauden für den Ziergarten

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Verwendungsmöglichkeiten der Stauden

Solitärpflanzen: Stauden eigenen sich nicht nur als Leitpflanzen bzw. Begrenzungen (z.B. Bodendecker) großflächiger Bepflanzungen, sondern sind auch als Solitärpflanzen hervorragend geeignet, da sie eine besonders auffällige Blüte haben und in den verschiedensten Größen und Formen erhältlich sind. Außerdem weisen sie einen langen Blütenstand auf Daher werden Stauden als Solitärpflanzen vorwiegend dort eingesetzt, wo ein Hingucker gefragt ist.

Schnittstauden: Dieses Pflanzen weisen eine lange Haltbarkeit auf. Allerdings ist das reichhaltige Angebot oft verwirrend sein. Die folgende Zusammenstellung soll Ihnen eine Orientierung geben:


Winter- und Frühlingsblüher Sommerblüher Herbstblüher
Akelei, Christrose, Glockenblume, Primeln, Trollblume Astilbe, Bartfaden, Edeldistel, Ehrenpreis, Eisenhut, Fingerkraut, Pfingstrose, Rittersporn, Schleierkraut, Schwertlilie, Sonnenblume, Sonnenhut, Spornblume, Stockrose, Wiesenmargerite, Chrysantheme, Zierhirse Aster, Astilbe, Bartfaden, Chrysanthemen, Eisenhut, Herbstanemone, Lampionpflanze, Sonnenblume

Eine detaillierte Aufstellung der Blütezeiten von Stauden finden Sie in dieser Übersicht.

Einfassungspflanzen: Stauden haben oftmals ein sehr lange Blütezeit und sind immergrün. Viele von ihnen werden daher gern als Beetabschluss gepflanzt. Hierzu gehören z.B. immergrüne Bodendecker. Sie haben eine saubere, kompakte Wuchsform, attraktive Blätter oder Blüten. Die Bodendecker sollten dabei so gelegt werden, dass die Erde vollständig bedeckt ist. Das unterdrückt Unkraut und halten den Boden feucht. Bodendecker sind immer ideal, wenn es darum geht, ungünstig geschnittene Flächen zu bedecken und Gefälle/Hänge zu bepflanzen. Bodendecker sind für allen Böden erhältlich.

Bauerngartenpflanzen: Auch für den Bauerngarten sind Stauden ideal, da z.B. die Bodendecker für die großflächige Bepflanzung gut geeignet sind. Andere Stauden hingegen, wie z.B. Salbei und Lavendel, sind aufgrund ihrer Schnitt-, Duft-, Arznei- und Gewürzwirkung perfekt in einen Bauerngarten.

Weitere Lebensbereiche sind: der Steingarten, Prachtstaudenbeete, Begleitbepflanzung entlang Gehölzecken, Kräutergärten, Dachgärten, Gräsergärten, Blumenwiesen, Gewässerränder, Heidegärten.

Immergrüne Stauden halbimmergrüne Stauden (wintergrün)
Bodendecker, Gewöhnlicher Haselwurz, Aubrieta-Hybriden, Bergenia Arten, Weiße Silberwurz, Dryas suendermannii,Walzen-Wolfsmilch, Steinbrech, Scharfe Mauerpfeffer Blaugrünes Stachelnüsschen, Sonnenröschen, Stinkende Nieswurz (winter- bis immergrün), Moossteinbrech, Porzellanblümchen (winter- bis immergrün)



Blütezeiten - Jahreszeiten

Um harmonierende Staudenkombinationen zu schaffen, sollten Sie in erster Linie solche Stauden miteinander vergleichen, die zur selben Zeit blühen. Man teilt dafür das Staudenjahr in mehrere Zeiträume und betrachtet diese jeweils als Einheit:

Winter/Vorfrühling (Jan-März) Frühling (April-Mai) Frühsommer (Jun-Juli)
Rosetten-Hungerblümchen, Wiesen-Schaumkraut, Kuhschelle, Frühlingschristrose, Frühlings-Alpenveilchen Blaukissen, Primeln, Polsterphlox, Veilchen, Primel, Frühlingsaster, Gänsekresse, Schwertlilie, Akelei, Tollblume, Pfingstrose, Sonnenröschen, Frühlingsmargerite, Schwertlilie, Rosenschleierkraut, Purpurglöckchen, Sommermargerite, Knöterich, Hahnenfuß, Glockenblume, Nelke, Ehrenpreis, Katzenminze, Taglilie
Hochsommer und Frühherbst (Aug-Sep) Herbst (Okt-Dez)
Sonnenhut, Eisenhut, Herbstaster, Herbstenzian, Chrysantheme, Scharfgarbe, Kokardenblume, Nelkenwurz, Ritterspron, Sonnenblume, Stockrose, Herbstanemone, Katzenminze, Astern, Taglilie Sonnenhüte, Astern, Chrysanthemen, Spaltgriffel, Chrisrose, Schneerose



Staudenbeet planen & anlegen

Bei der Planung eines Staudenbeetes müssen Sie also den Standort beachten. Je nach dem, wie die Licht-, Boden- und Wasserverhältnisse an dem gewünschten Standort des Beetes sind, können Sie eine entsprechende Auswahl zwischen den verschiedenen Staudenpflanzen treffen. Das Beet sollte mindestens 2 Meter breit sein, damit das Beet auch optisch wirklich gut zur Geltung kommt. Die endgültige Größe hängt aber von der Größe des Gartens ab sowie vom persönlichen Geschmack.
Daneben sind aber noch ein paar weitere Faktoren ausschlaggebend; nämlich die Blütenfarbe und -form, die Wuchshöhe und die Blütezeiten. Denn Ziel der Beetplanung ist es, am Ende eine stimmiges Gesamtbild zu erhalten. Da Stauden in den unterschiedlichsten Formen vorkommen, brauchen die unterschiedlichen Pflanzen auch unterschiedliche Lebensbedingungen und -bereiche.
Außerdem sollten Sie wissen, dass einige Staudenpflanzen durchaus giftig sind. Wenn also in Ihrem Garten öfter Kinder spielen, dann sollte der Kinder wegen auf giftige Pflanzen verzichtet werden.

Lebensbereich Lebensbedingung
im Steingarten mager, trocken, sonnig
am Wasserrand feucht, sonnig, halbschattig
Freiflächen trocken-feucht, sonnig
Prachtstaudenbeet humos, sonnig



Die Anordnung

Schließlich geht es an die Anordnung des Staudenbeetes: Wer die gewollte Unordnung liebt, kann sich ein passendes Pflanzensortiment für die so genannte Verwilderung zusammenstellen. Pflanzen-Trays, d.h. eine vom Handel bereits zusammengestellte Pflanzenkombination in fertigen Pflanzkörben, helfen Ihnen dabei. Um eine große Flächenwirkung zu erreichen, sollten Sie Ihre Stauden immer in Gruppen pflanzen. Auch hier können die Pflanz-Trays helfen.
Etwas anspruchsvoller, aber empfehlenswert ist die Pflanzung nach Geselligkeitsstufungen wie es der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) empfiehlt. Hier werden die Stauden je nach Wuchsgröße, Erscheinungsbild und Blütezeit gepflanzt. Z.B.: Verwenden Sie eine Hand voll groß wachsender Stauden + ca. 10 mittelgroße Staden + viele kleine Stauden auf einem Beet: Frühblühende Stauden erhalten in der Regel ihren Platz im hinteren Teil des Staudenbeetes. Je später die Pflanzen blühen, desto weiter vorne werden sie gepflanzt. Für die "Erste Reihe" wählen Sie aus den Pflanzen aus, die während der ganzen Saison schön aussehen oder immergrün sind. Natürlich können beiden Formationen auch kombiniert werden.

Pflanz-Tipps: Achten Sie bei der Anlage Ihres Staudenbeetes unbedingt auf die Standortbestimmungen der einzelnen Pflanzen. Beschränken Sie sich auf 2-3 Farben, sonst wirkt das Beet zu unruhig. Einige hohe Prachtstauden brauchen außerdem eine Stütze. Hierfür können Sie dünne Zweige verwenden. Das ist kostengünstig und ebenso effektiv wie Rankhilfen.


So wird gepflanzt

Die Erde muss vor dem Pflanzen gründlich gewässert und vorbereitet werden. Erst dann kommen die Stauden in die Erde. Der Boden sollte vor der Pflanzung gut durchgelockert und von Unkraut und Steinen befreit werden. Für jeder Pflanze wird ein separates Loch ausgehoben, sodass der gesamte Erdballen gut hinein passt. Erde gut andrücken und nochmals gründlich gießen. Die Bewässerung sollte, besonders wenn es warm es, mehrmals wiederholt werden. Nach ein paar Jahren sollte die Stauden einmal verjüngt werden. Sollten sie nicht mehr so schön blühen, ist auch ein Standortwechsel empfehlenswert.




Pflege

Stauden sind sehr pflegeleicht, wenn sie sind robust, langlebig und brauchen kaum zusätzliche Bewässerung. Stauden müssen nur in langen Trockenperioden bewässert werden. Auch das Düngen ist noch aufwendig. Im Frühjahr ein 4 cm dicke Kompostschicht auf das Beet legen oder organischen Dünger verwenden. Wie oft gedüngt wird, hängt von der Pflanze ab. Beetstauden und Arten, die viele Nährstoffe brauchen, müssen jährlich gedüngt werden. Anderen Pflanzen hingegen kommen mit weniger aus. Verwelktes muss natürlich regelmäßig entfernt werden und es sollte in den ersten zwei Jahren ab und zu gehackt werden.
Verjüngt und vermehrt werden Stauden schließlich durch die Staudenteilung. Günstige Zeitpunkte für die Staudenteilung ist der herbst, und zwar nach der Blüte, sowie vor dem Austrieb im Frühjahr. Die Staudenteilung ist notwendig, wenn die Pflanzen "kahle Stellen" bekommen, also nicht mehr den ganzen Boden verdecken. Die Pflanze wird mit dem Wurzelballen ausgegraben und deren Wurzelstöcke geteilt. Wie oft sie den Wurzelstock teilen, hängt von der Staude ab. Schließlich muss die Staude wieder an einen neuen Standort gepflanzt werden. Wichtig: Gut Wässern und die Wurzel nicht austrocknen lassen!.


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