Der Holzzaun ist immer noch der Klassiker unter den Gartenzäunen. Kein Wunder, denn ein Holzzaun hat viele Vorteile und bildet zudem noch eine dekorative Grundstücksgrenze. Lesen Sie hier, welche Holzzaunarten es gibt und wie Sie Ihren Holzzaun instand halten und richtig pflegen. Außerdem erhalten Sie hier eine Bauanleitung für das Errichten eines eigenen Holzzauns.
Für einen natürlich gestalteten Garten sind Staketenzäune ideal. Der Staketenzaun zeichnet sich dadurch aus, dass seine Hölzer halbrund und oben zugespitzt sind. Sie werden senkrecht an den "Riegeln" befestigt.
Lattenzäune haben ein eher kantiges Profil und können mit größeren oder kleineren Lattenbreiten gewählt werden. Sehr rustikal sind Koppel- und Jägerzäune; sie sind eine Sonderform des Lattenzauns und unterscheiden sich nur durch die quer angebrachten Bretter.
Für asiatische Gärten empfehlen wir Bambuszäune. Diese sind im Handel bereits vorgefertigt erhältlich und müssen daher nicht selbst zusammengebaut werden.
Sehr beliebt und leicht anzulegen sind Weidenzäune. Je nach Form und Aufbau leisten sie unterschiedlichen Sicht- und Windschutz. Wer einen blickdichten und Lärm abweisenden Zaun sucht, der entscheidet sich für den Latten- oder Bretterzaun oder für die Sichtschutzwände aus verschiedenen Holzarten.
Als fertige Elemente im Handel angeboten, sind sie durchschnittlich 1,70 Meter hoch. Eine Baugenehmigung ist nicht notwendig.
Schritt für Schritt zum eigenen Gartenzaun
Material:
stabile Pfähle/Pfosten (mindestens ein Maß von 100 x 100 mm)
abgerundete Pfostenköpfe oder Pfostenkappen, damit das Regenwasser sofort abfließen kann
Profilbretter, die im Handel in unterschiedlicher Länge angeboten werden (max. 1800 mm lang)
Planung: Wer noch Rankgitter in seinen Zaun einfügen möchte, sollte dies vorab
entscheiden, dass erleichtert den Zaunbau.
1. Ausmessen und Markieren der Zaunlänge sowie die Position der Pfosten. Eine Richtschnur hilft, eine gerade Flucht zu erhalten.
Der Pfostenabstand sollte nicht mehr als 2-3 Meter betragen. Verwenden Sie als Hilfe ein zurechtgesägtes Distanzstück als Messlatte. Rechnen Sie zusätzlich ein paar Zentimeter (je nach Größe des Ankers) für den U-Anker/A-Anker ein.
2. Nach dem Abstecken, die Löcher für die Pfosten graben. Diese müssen mind. 60-80 Zentimeter tief sein, damit der Zaun frostsicher steht.
3.Betonanker in eine Flucht stellen und einbetonieren. Den Beton stellen Sie aus 1 Teil Zement und 5 Teilen Sand mit Wasser zusammen. Die Mischung ins Erdloch geben, Pfosten einsetzen und abstützen.
4. Verschrauben Sie die U-Profile mit den Pfosten und setzen Sie diese in die Stahlanker. Pfosten verschrauben und Profilbretter einschieben. Setzen Sie Distanzklötze unter das unterste Brett.
5. Die Profilbretter jetzt mit Nut und Feder ineinanderstecken und
jedes Profilbrett einzeln mittig links oder rechts mit dem U-Profilholz verschrauben.
Sechstens:Aufsatzleiste auf das oberste Profilholz setzen.
Gestalten: Zäune verschönern Sie nicht nur durch Farben und Lacke, sondern auch mit Pflanzen und Accessoires. An Staketenzäunen kommen z.B. hohe Stauden wie Rittersporn oder Fingerhut besonders gut zur Geltung. Zusätzlich können an den Zäunen Pflanztöpfe gehängt werden, ebenfalls sind nostalgische Gießkannen oder Holzschilder dekorativ.
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Schutz, Reparatur & Pflege
Damit der Holzzaun allen Witterungsbedingungen auch sehr lange stand hält, ist bereits im Vorfeld auf die Wahl des Holzes zu achten. Wählen Sie ausschließlich kesseldruckimprägniertes Holz wie z.B. Fichte. Ohne Holzschutzmaßnahmen sind beispielsweise Hölzer aus Lärchen, Eichen, Douglasien, Edelkastanien und Robinien. Achten Sie beim Kauf von tropischen Hölzern auf das FSC-Siegel.
Doch egal, aus welchem Holz Ihr Zaun besteht, Schutz und Pflege sind ein absolutes Muss. Von Zeit zu Zeit sollte daher der Zaun neu bestrichen werden. Aber auch gilt die Regel, sparen Sie nicht am falschen Ende. Auch der Lack bzw. die Zaunfarbe müssen wetterfest sein.
Anstrichmittel gibt es als Lasuren mit unterschiedlichen Schutzwirkungen, aber auch in verschiedenen Holztönen und in Buntfarben.
Imprägnierung, Farbe, Lack oder Lasur?
Lacke schützen das Holz nur oberflächlich und haben eher einen dekorativen Wert.
Lasuren dringen in das Holz ein und schützen es vor Witterungseinflüssen und Pilzbefall. Auch mit Zaunfarben bleibt das Holz atmungsaktiv und geschützt vor der Witterung. Ideal für alle, die Dekoration mit Nutzen verbinden wollen.
Eine Kesseldruckimprägnierung ist nur erforderlich, wenn Holz direkt im Erdreich steht.
Die Lacke und Lasuren sollten alle paar Jahre aufgetragen werden. Tragen Sie die neue Schicht aber nur auf gereinigte und staubfreie Flächen auf. Alte Lackreste müssen vorher entfernt werden. Streichen Sie die Schutzschicht immer in Richtung der Maserung und planen Sie diese Pflegemaßnahmen so ein, dass Sie rankende Pflanzen am Zaun nicht kürzen oder entfernen müssen.
Achten Sie bei der Farb- oder Lasurauswahl auf wasserabweisende Produkte, denn diese machen jeden Zaun widerstandsfähiger.
Ansonsten sollte man einen Holzzaun spätestens alle zwei Jahre streichen. Das Holz muss vor dem Streichen
vorbereitet werden, d.h. die Oberfläche sollte angeraut werden, damit die Farbe besser haftet.
Sollte mal ein Zaunteil verwittert sein, muss dieses ausgetauscht werden. Das Gleiche gilt für alte Schrauben und Holzlatten. Dies sollten Sie 1x im Jahr kontrollieren.
Ebenfalls wichtig ist, dass Sie aber bereits beim Aufbau des Zauns Holzschutz betreiben:
Holzpfosten dürfen keinen Bodenkontakt haben. Verwenden Sie Bodenhülsen.
Schrägen Sie die Pfosten oben ab oder verwenden Sie Pfostenabdeckungen.