Wer in seinen Gartenteich Fische setzen möchte, setzt nicht nur ein Highlight in seinem Garten. Besitzer müssen sich der Verantwortung für eine artgerechte Tierhaltung bewusst sein und den Fischen vor allem eine konstant gleichbleibende Wasserqualität bieten können. Informieren Sie sich hier, worauf Sie bei der Auswahl und Haltung der Fische in einem Gartenteich besonders ankommt und erfahren Sie, welche Fische sich überhaupt vertragen. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Teichfische gesund über den Winter bringen.
Viele Teichbesitzer halten und züchten Kois, oder andere Zierfische. Die beliebtesten und für den Gartenteich geeignetesten Fische sind: Bitterlinge, Orfe, Moderlieschen, Elritze, Pfrille, Stichlinge, Gemeine Sonnenbarsche, Koi, Sterlet. In jedem Fall müssen sowohl die Fischarten aufeinander abgestimmt sein. Völlig ungeeignet für den Gartenteich sind hingegen Welse, Waller, Gelbling, Hecht, weil sie Räubre sind.
Mit einer geschickten Bepflanzung können Sie auch Schutzbereiche schaffen. In großen Teichen eignen sich hierfür vor allem schwimmende Pflanzeninseln.
Fische oder Frosche?
Fische und Frösche in einem Gartenteich zu halten ist kaum möglich, denn sie fressen gegenseitig ihren Laich. Außerdem kann es vorkommen, dass ein Frosch Krankheiten überträgt. Entscheiden Sie sich also vorab, welche Tiere in Ihrem Teich erwünscht sind.
Wer nicht auf Frösche, Kröten, Molche und Unken verzichten möchte, kann einen gutbewachsenen Flachwasserteil vom restlichen Teich abtrennen. Wichtig ist, dass die Fische dort nicht hinein schwimmen können.
Ideale Wasserqualität für den Fischteich
Berücksichtigen Sie vor dem Einsetzen der Teichfische, dass ausreichend Sauerstoffzufuhr und Wasserzirkulation in Ihrem Gartenteich gewährleistet sind. Lassen Sie einen neu installierten Wasserkreislauf erst 8 - 12 Wochen laufen lassen, bevor Sie die Fische nach und nach in kleinen Stückzahlen aussetzen. Allerdings sollte die Wasserwerte während dieser Wochen stabil geblieben sein und die Algen nicht im Übermaß nachgewachsen sein. Überhaupt ist einen hohe Wasserqualität sehr wichtig, für alle Fischarten in einem Gartenteich.
Prinzipiell gilt, dass wilde Fischarten meist eine höhere Wasserqualitäts-Toleranz aufweisen als deren Zuchtformen.
Auch nach dem Einsatz der Fische in den Teich, sollten Sie die Wasserwerte des Teiches weiterhin kontrollieren, denn die Ausscheidungen der Fische und Futterreste wird Ihr Wasser zusätzlich belastet.
Grundsätzlich gilt bei allen anderen Teicharten, nicht zuviel Fische einsetzen! Wer aber einen sehr großen Teich besitzt, darf auch Fische zurückgreifen. Die Fischen benötigte nämlich eine Wasserqualität mit einem pH-Wert von 7-8, aber das Algenwachstum kommt erst bei pH-Werten unter ca. 7,2 zum erliegen. Da die Fische die im Wasser befindlichen Nährstoffe ebenso brauchen wie die Algen, sind ein ein natürlicher Algenbekämpfer. Wassertests zur schnellen Bestimmung der Wasserwerte sind bereits ab 10 EUR erhältlich.
Eine sehr moderne und beliebte Teichvariate ist derzeit der Koiteich. Allerdings stellt der Koiteich auch besondere Anforderungen an die Teichplanung und Ausführung. Ein absolutes Muss ist die fachgerechte Filteranlage, die für die Reinheit des Wassers sorgt. Gerade bei Koiteichen ist sauberes Wasser sehr wichtig. Beachten Sie, dass ein Koiteich wesentlich größer sein muss als ein "normaler" Gartenteich. Der Teich sollte eine Tiefe von mindestens 1,50m haben, damit die Fische auch im Teich überwintern können. Zudem kommen auf einen Koi ungefähr 1000 l Wasser.
Zwar können Koiteiche nach der üblichen Bauweise ausgelegt werden, aber die Seitenwände des Koiteichs sollten möglichst steil gestaltet werden, um die Kois vor Räubern zu schützen. Wenn Sie die gewünschte Teichform und Tiefe ausgehoben haben, muss die Erde geglättet werden. Nun wird die Fliesfolie und erst danach die Teichfolie ausgelegt. Achten Sie darauf, dass die Folien ganz glatt ausgelegt werden und noch mindestens einen Meter aus dem Teich heraus ans Ufer reichen. Nun wird auf die Folie eine Kiesschicht aufgebracht. Danach wird das Wasser eingelassen und die Filteranlage angeschlossen.
Wenn Sie planen Ihren Koi-Teich mit einem fabrikfertigen Teichbecken zu bauen, finden Sie im Teichfachhandel spezielle Teichschalen für die Koihaltung. Diese haben die entsprechenden Masse.
Was die Teichbepflanzung betrifft, so ergeben sich hier ein paar Änderungen. Die Kois fressen gern die Teichpflanzen, so dass es sinnvoll ist, die Bepflanzung von den Fischen zu trennen oder erst gar keine anzulegen.
Regeln fürs Fischehalten
Regeln fürs Fischehalten
Kaufen Sie die Fische beim (Online-)Fachhändler; hier erfahren Sie auch, welche Lebensansprüche die Frische haben und was Sie bei der Zusammenstellung der Fischgesellschaft beachten müssen
Nutz- und Köderfische gehören nicht in einen Teich; Fried- und Raubfische können zusammen in einen Teich (Raubfische nur paarweise und Friedfische in kleinen Schwarm)
In einen Naturteich nur wenige Fische setzen
Pro Fisch werden ca. 50 Liter Wasser oder 0,5 qm Wasseroberfläche gerechnet
Grundsätzlich dürfen Fische nur in einen für sie angelegten Teich gesetzt werden
Der Teich muss mind.! 60 cm tief sein, damit der Teich nicht komplett zufriert; Goldfische und Kois brauchen einen Teich, der mind. 1,5 m tief ist
Fischer werden erst nach dem einwurzeln der Pflanzen eingesetzt auch der Wasserkreislauf muss bereits 8 - 12 Wochen in betrieb gewesen sein; ist dieser nicht vorhanden, dann sollte das Wasser mind. 2x gewechselt worden sein
Das Füttern der Fische sollte auf ein Minimum beschränkt werden
Kontrollieren Sie regelmäßig die Wasserqualität; Heimische Fische brauchen natürliches Wasser, Goldfische und Kois benötigen Wasser aus einer Filter- und Umwälzanlage
Wenn Sie die Regeln einhalten, dann werden Fische nur selten krank. Gründe für eine Erkrankung können dann z.B. Krankheitserreger sein, die durch neue Fische in den Teich gelangen oder die durch Vögel/Insekten eingeschleppt wurden.
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Damit die vorhandenen Fische im Teich überwintern können, darf der Teich nicht komplett zufrieren. Daher sollte die Tiefe mindestens 80 Zentimeter betragen, besser noch 1 Meter. der Handel bietet zusätzlich Eisfreihalter für Teiche an, damit der Teich wenigstens stellenweise eisfrei bleibt und achten Sie darauf, dass diese Stellen nicht wieder durch Laub oder ähnliches abgedeckt wird. Daneben bietet im Winter auch eine Abdeckung durch einen Luftpolsterfolie oder ähnliches zusätzlichen Schutz. Bildet sich dennoch eine Eisschicht, hilft heißes Wasser. Außerdem sollte, noch bevor der erste Frost kommt, der Gartenteich von Laub und Ästen befreit werden, da diese den Fischen zum Verhängnis werden.
Bleiben die Fische draußen im Freien fallen viele in eine Art Winterstarre, daher sollten Sie die Fische ab einer Temperatur kurz vor dem Gefrierpunkt nicht mehr füttern. Die Fische werden dann erst wieder im Frühjahr, wenn die Temperaturen steigen, gefüttert.
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