Alle Gartenbesitzer, die einen besonders großen Teich anlegen oder flexibler in der Formwahl sein wollen, sind mit einem Folienteich besser beraten. Auch für die Haltung von Fischen sind Folienteiche besser geeignet. Was Sie bei der Planung beachten müssen und wie Sie das Projekt "Teichbau" ganz einfach umsetzen können, erfahren Sie im nachstehenden Text. Zusätzlich sollen Ihnen Informationen über die dazugehörenden Materialien, den Kauf erleichtern.
Die Teichfolie gehört natürlich zu den wichtigsten Utensilien, die Sie für den Bau eines Folienteiches benötigen. Eine handelsübliche Teichfolie erhalten Sie für rund 50 Euro. Allerdings gibt es klare Qualitätsunterschiede. Die besten Folien für den Teichbau sind bis zu 20 Jahre lange witterungsbeständig und winterfest. EPDM (Ethylen Propylen Diene Monomer) Teichfolien zählen zu den haltbarsten und widerstandsfähigsten. Sie zeichnen sich durch hohe Flexibilität aus, sind schadstofffrei, UV-beständig und haben sich in Klimazonen mit kalten Wintermonaten ebenfalls gut bewährt. Diese passen sich leicht der Form des Teiches an und sind leicht zurechtzuschneiden. Teichfolien können daher bis zu 400 Euro kosten.
Einfache Ausführungen sind nur für milde Klimazonen geeignet und haben deutlich kürzere Lebenszeit.
Die Folienstärke sollte nicht weniger als 0,6 mm betragen. Empfehlenswert ist eine Stärke von 0,8-1,0 mm.
Daneben sollten Sie aber auch nicht auf ein Teichschutzvlies verzichten, denn dies schützt ihre Teichfolie.
PVC-Folie
EPDM-Folie
Synthetischer Kautschuk
in verschied. Stärken und Dichtungen erhältlich
Reparierbar
Preis-Leistungs Verhältnis stimmt
Einzelteile können miteinander verbunden werden
Haltbarkeit 15-20 Jahre
Haltbarkeit 15-30 Jahre
Reparierbar
Reißfest
UV- und frostbeständig
preisgünstig
in verschiedenen Stärken erhältlich
Reparierbar
UV-beständig
Haltbarkeit 50 Jahre
meistens 20 Jahre Garantie
Der Einbau Ihres Folienteiches beginnt mit der Planung. Zunächst wählen Sie natürlich erst einmal einen geeigneten Standort für Ihren Teich. Zu Vermeiden sind Standorte, welche von Bäumen umgeben sind, denn diese sind nicht nur enorme
Schattenspender, sondern zudem auch noch durch ihr abfallendes Laub permanente "Teichverschmutzer". Hierbei ist es
empfehlenswert neben den möglichen Sitzgelegenheiten rund um den Teich auch darauf zu achten, dass etwas freie Fläche um den
Teich herum vorhanden ist, denn dies gibt Ihnen die Möglichkeit, bei Bedarf den Teich später nochmals zu erweitern.
Haben Sie einen Standort gefunden erfolgt die Berechnung der Teichgrösse, damit Sie die erforderliche Menge der
Teichfolie kennen. Diese Größenangabe benötigen Sie auch, wenn Sie Ihren Folienteich bauen lassen.
Hundebesitzern ist allerdings anzuraten anzuraten, beim Teichbau besser auf fertige Teichbecken mit harten Teichwänden zurückzugreifen, da Hunde, die gern in jedes Wasser springen, die Teichfolie beschädigen können. Die Teichfolie könnte gegebenenfalls auch mit einer ausreichend dicken Sandschicht gegen Beschädigungen durch Boote, etc. geschützt werden.
Bauanleitung: Folienteich
Zunächst legen Sie die Platzierung des Teiches fest und markieren den Umriss.
Dann können Sie auch schon die Form des Teichbeckens ausheben. Beginnen Sie in der Teichmitte und heben Sie auch die verschiedenen Tiefenzonen aus. Bedenken Sie beim Teichbau ebenfalls einen ca. 30cm breiten Überlauf rund um Ihren Teich mit auszuheben. Die ausgehobene Erde könnten Sie anschließend zur Randbesetzung des Teiches verwenden.
Glätten Sie die ausgehobene Fläche mit einem
Rechen. Entfernen sie auch Wurzeln und Steine.
Jetzt legen Sie in das Teichbecken ein Schutzvlies aus. Das schützt Ihre Teichfolie zusätzlich. Über das Schutzvlies breiten Sie die Teichfolie möglichst locker und großzügig aus und lassen Sie diese auch bis über den Überlauf überstehen.
(Falls Sie Teichskulpturen aufstellen wollen, müssen Sie jetzt stabile Fundamente vorbereiten.)
Die Teichfolie hält am besten durch die Verwendung eines speziellen Teichfolienklebers. Damit die Teichfolie richtig hält, sollte diese mit einem schweren Gegenstand wie Steinen nach unten gedrückt werden. Tipp: Ein warmer Sonnentag ist hilfreich, um die Teichfolie elastischer zu machen.
(Falls Gartenskulpturen oder Trittsteine mit eingeplant wurden, müssen nun die Sockel dafür eingebaut werden.
Zudem muss jetzt noch das Substrat eingebracht werden, welches für das bewurzeln der Wasserpflanzen erforderlich ist. Dieser Arbeitsschritt fällt weg, wenn Sie sich dazu entscheiden, die Wasserpflanzen in Körbe zu pflanzen. Das Substrat sollte aus Lehm, Sand und Torf bestehen.)
Danach beginnen Sie langsam Ihr Teichbecken mit Wasser zu befüllen. Achten Sie dabei auf Falten und Spannungen, die bei der Teichfolie auftreten. Lassen Sie notfalls etwas Teichfolie nach, um Überdehnungen zu vermeiden. Während des Befüllens sollten Sie das Volumen des Teichs notieren, indem Sie vor und nach dem Füllen die Wasseruhr ablesen. Das Volumen ist wichtig, für den Einsatz von Dünger oder zur Wasserwert Regulierung.
Schneiden Sie überschüssiges Folienmaterial mehrere Zentimeter hinter dem Überlauf ab und kaschieren Sie diesen anschließend mit Steinen oder Platten. Jetzt fehlt nur noch die notwendige Teichtechnik und -zubehör und natürlich die Wasserpflanzen samt Uferbepflanzung.
Wenn Sie einen Fischteich bauen, warten Sie mit dem einsetzen der Teichfische mindestens einige Wochen, damit sich die Wasserflora entwickeln kann und sich im Teich ein Gleichgewicht einstellt.