Gartenlexikon: Wissen von A-G

Diese Kategorie möchte ständig erweitert werden, damit alle Fragen beantwortet werden können. Helfen Sie mit und nennen Sie im Forum Begriffe, die wir in unserem Gartenlexikon unbedingt aufnehmen sollten. Wenn Sie Lust haben, sind wir (richtigen) Erklärungen auch nicht abgeneigt. Sie helfen damit nicht nur uns, sondern auch verwirrten Neugärtnern!



A B C D E F G

A

Abbinden
Unter Abbinden versteht man das Herunterbinden von Obstbaumtrieben. So soll das Triebwachstum hemmen, einen optimalen Abgangswinkel erreichen und eine üppige Anzahl an Blüten erzielen.
Abgangswinkel
Unter dem Begriff Abgangswinkel, versteht man den Winkel zwischen dem Haupttrieb eines Baumes und den davon abzweigenden Leitästen. Doch auch der Winkel zwischen den Leitästen und den davon abgehenden Seitenzweigen nennt sich Abgangswinkel. Optimaler Weise sollte dieser Winkel zwischen 40 und 80 Grad liegen (abhängig von der Sorte des Baumes). Damit man dieses Winkel erreicht, sollte man bei jungen Bäumen die Äste abbinden.
Abhäufeln
Darunter versteht man das Entfernen der angehäufelten Erde. Dieses wird nicht bei Kartoffeln praktiziert, sondern nur bei Rosen und anderen frostempfindlichen Pflanzen. Das Abhäufeln beginnt etwa ab der dritten Märzwoche mit Beginn der Blüte der Forsythien.
Ableger
Mit einem "Absenker" können Pflanzen wie Magnolienbäume vermehrt werden. Hierfür wird ein langer Trieb Richtung Boden gebogen und festgeheftet. Dann lockere Erde anhäufeln und im übernächsten Frühjahr den bewurzelten Absenker abnehmen.
Absenker
Ableger sind Triebe von Pflanzen, die bei Bodenkontakt oder wenn sie flach auf bzw. in der Erde liegen, schnell anfangen Wurzeln zu bilden. Wenn die bewurzelte Stelle neue Sprosse ausgebildet hat, dann kann sie von der Mutterpflanze getrennt werden.
Aerifizieren:
Unter Aerifizieren versteht man das Belüften des Bodens oder des Rasens. Die Vorteile des Aerifizierens liegen in der Beseitigung des Bodenverdichtung, die Erhöhung der Wasserspeicherkapazität und Wasserdurchlässigkeit und in der Anregung des Wurzelwachstums.
Anhäufeln:
Um Rosen und andere frostempfindliche Pflanzen vor den kalten Temperaturen des Winters zu schützen, sollte man diese anhäufeln. Wenn die Temperaturen der 0 Grad Marke entgegensteuern (ca. Mitte November), dann sollten Sie die unteren 20 cm der Pflanze mit Erde abdecken.
Doch auch im Sommer wird angehäufelt: Sobald die ersten Triebe der Kartoffelstaude einige cm aus dem Boden schauen, sollten diese nach und nach angehäufelt werden (bis sie letztendlich auf 20cm kommen). Andernfalls kann Licht an die Knolle kommen und dann werden die Kartoffeln grün und ungenießbar.
Arboretum:
Sammelbegriff für Pflanzen, die nicht in Kübeln oder Töpfen angepflanzt werden. Das sind hauptsächlich Bäume, Sträucher und exotische Pflanzen. Pinetum
Auge:
Als Augen bezeichnet man die Austriebspunkte an den Zweigen der Rosen. Sie sind über den einzelnen Blattansätzen zu erkennen. Das so genannte schlafende Auge befindet sich an alten Zweigen und wird so genannt, weil sie eine von außen nicht oder kaum wahrnehmbare Knospe ist und erst nach starken Schnittmaßnahmen wieder austreibt.
Ausgeizen:
Unter Ausgeizen versteht man das Ausbrechen der überflüssigen Seitentrieben an Tomatenpflanzen. Diese Triebe sollten ausgegeizt werden, wenn sie circa 3-5 cm lang sind.
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B

Baumscheibe:
Bepflanzung bzw. Mulch um einen Baumstamm (Obstbaum und Ziergehälz) herum, damit die Wurzel die Nährstoffe und Feuchtigkeit besser aufnehmen können.
Bodengare:
Als Bodengare wird der Idealzustand bezeichnet, den ein fruchtbarer Bodens erreichen kann. Eine gute Bodengare erkennen Sie am lockeren und krümeligen Boden und wird beeinflusst durch die Aktivität der Bodenbearbeitung, der Bewässerung und der Düngung.
"kalter" Boden
erwärmt sich im Frühjahr schlecht und kann daher erst spät bearbeitet werden
leichter Boden
besteht Mehrheitlich aus Sand; trocknet schnell aus
schwerer Boden
stark lehmhaltig
"warmer" Boden
sind vor allem Sandböden; erwärmen sich schnell im Frühjahr
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C

Containerpflanzen
Pflanzcontainer sind stabile Aluminiumgefäße, die einen Mindestinhalt von 2 Litern Substrat aufweisen. Diese Gefäße dienen dazu, Pflanzen zu kultivieren, damit sie ganzjährig angeboten werden können. Containerpflanzen kann man in voller Blüte oder mit Fruchtschmuck kaufen. Dies macht es möglich, eine Pflanze auch außerhalb der regulären Pflanzzeit auszusetzen und trotzdem eine Blüte zur rechten Zeit zu erwarten. Des Weiteren entfallen anstrengende Arbeiten wie Roden, Einschlagen und Ballieren.

D


Dolden:
Dolde Bei einer Dolde entspringen gestielte Blüten von der Hauptachse des Blütenstandes. Daher setzen alle blütentragende Nebenachsen gemeinsam an der Spitze der Sprossachse an. Die Nebenachsen haben in etwa alle die gleiche Länge, so dass damit die Blüten und später die Früchte auf derselben Höhe (in einer Ebene) zu liegen kommen. Dies ist z.B. beim Kern- und Steinobst, beim Efeu, bei der Becher-Primel der Fall. Eine Sonderform der Dolden ist die Zusammengesetzte- bzw. Doppeldolde (auf dem rechten Bild zu sehen). Bei dieser Form findet man statt Einzelblüten an jedem Stiel noch weitere ganze Dolden (z.B. Dill, Möhre, Petersilie).



E


einjährige Pflanzen:
Sind krautige Pflanzen, die einmal blühen oder fruchten und dann anschließend absterben. In einer Vegetationsperiode (in einem Jahr) entwickeln sie sich von einem Keim, bis hin zur Samenreife, nach der sie dann vergehen.
Eisheilige:
Darunter versteht man den Kälteeinbruch zwischen dem 11. und dem 13. Mai (Mamertus, Pankratius und Servatius), der im Süden Deutschlands noch bis zum 14. oder 15. Mai (Bonifatius und Kalte Sophie) ausgedehnt sein kann. Die Namen der Tage stammen von Bischöfe und Märtyrer aus dem 4. und 5. Jahrhundert.
Entspitzen:
Entspitzen nennt man das abschneiden der Spitze einer Tomatenpflanze, um deren Fruchtbildung zu fördern. Das darf aber nur bei älteren Pflanzen (ab dem 5. Fruchtstand) vorgenommen werden. Lassen Sie nur 7 Etagen Blüten stehen.

F

Förna
unzersetzter Bestandsabfall des Bodens (Pflanzenteile, krautige Pflanzen, tote Tiere.
Frosttrocknis:
Schäden, die im Winter durch Austrocknung an höheren Pflanzen entstanden sind, z.B. an Heckenpflanzen.
Fruchtmumien:
Unter diesem Begriff versteht man vertrocknete Früchte, die nach der Erntezeit noch an Bäumen oder Sträuchern hängen bleiben. Sie sollten bei der herbst- oder winterlichen Baumpflege entfernt werden, da Schaderreger (z.B die Monilliafäule) in ihnen überwintern. Schauen Sie auch, ob unter dem Baum befallene Früchte liegen. Schmeißen Sie das Obst jedoch nicht auf den Kompost, sondern entsorgen Sie es in einer Tonne oder verbrennen Sie es.

G

Grunddüngung:
Als Grunddüngung bezeichnet man den gezielten Anbau bestimmter Pflanzen (spezielle Gründungungssaat) und deren Einarbeitung (untergraben) im nicht ausgewachsenen Zustand in den Boden. Beim Gemüsebau, bezeichnet man auch das Einarbeiten von Pflanzenresten und Wurzelrückständen als Gründüngung.

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