Gartenlexikon: Wissen von N-Z

Diese Kategorie möchte ständig erweitert werden, damit alle Fragen beantwortet werden können. Helfen Sie mit und nennen Sie im Forum Begriffe, die wir in unserem Gartenlexikon unbedingt aufnehmen sollten. Wenn Sie Lust haben, sind wir (richtigen) Erklärungen auch nicht abgeneigt. Sie helfen damit nicht nur uns, sondern auch verwirrten Neugärtnern!

N O Ö P Q R S T U V W X Y Z


N

Nährstoffzeiger
siehe Zeigerpflanze
Nitrophil:
nähstoffliebend

O

Oberboden:
= Mutterboden, d.h. die obere Schicht des Bodens.

Ö

ökologische Nische:
Die ökologische Nische ist eine Spezialisierung auf eine bestimmte Lebensweise (z.B. Anpassung an ungünstige Lebensbedingungen). Damit soll die Konkurrenz anderer Arten umgangen werden.

P

Pikieren:
Unter Pikieren wird das Verpflanzen von zu dicht stehenden Sämlingen auf größere Abstände. Hierzu nehmen Sie nach dem Erscheinen des ersten Laubblattes die Sämlinge vorsichtig aus der Aussaatschale und kürzen die Wurzel auf 2 bis 3 cm ein. Danach setzen Sie die Pflanze wieder ein.
Pillensamen
Sind Samen, die eine künstliche Ummantelung haben und dadurch größer sind. Das soll beim Aussäen erleichtern, den richtigen Abstand zu halten und erspart späteres Pikieren.
Pinetum
Pinetum ist ein Arboretum, in dem nur Nadelpflanzen angepflanzt sind.

Q

R

Remontieren
Unter Remontieren wird das Wiederaustreiben von Pflanzen innerhalb der selben Vegetationsperiode verstanden, z.B. nach einem starken Rückschnitt.
Repositionspflanze
Eine Repositionspflanze wächst in einem flachen bis seichten Wasser und mineralisiert die abgestorbene Pflanzen- und Tierbestandteile in ihrem Umfeld. Diese Mineralien werden durch die Pflanzen aufgenommen und durch ihren Rückschnitt im Frühjahr aus dem Teich entfernt.
Rindenmulch (RM)
Darunter versteht man eine naturbelassene, zerkleinerte und unkosptierte Nadelholzrinde, die vor allem zur Bodenabdeckung (zum Mulchen) zwischen Pflanzungen (5-10cm) und als Belag für Wege und Plätze (10-15cm) eingesetzt wird. Des Weiteren ist Rindenmulch auch geeignet zur Abdeckung von Baumscheiben (Schutz der stammnahen Wurzeln).
Rissling
Risslinge sind Stecklinge für die Pflanzenvermehrung; sie wurden von der Mutterpflanze nicht abgeschnitten, sondern abgerissen. Diese bilden ihre Wurzeln schneller.
Rosengallen
Rosengallen sind faserige Schwämme an den Rosentrieben, die der Brutort für so genannte Gallwespen sind. Die Rosengallen müssen entfernt werden, da sie die Rosen schwächen.

S

sanden
Dieser Arbeitsvorgang wird im Frühjahr oder im Herbst, nach dem vertikutieren und aerifizieren des Rasens durchgeführt. Im Allgemeinen besteht er darin, Sand auf dem Rasen ausustreuen. Dies verbessert die Durchlässigkeit des Bodens und beschleunigt den Abbau von Rasenfilzschichten. In der Regel reicht eine einmalige Besandung, nur bei stärkerer Filzbildung sind bis zu drei Gaben sinnvoll. Pro Gabe sollten 2 bis 5 l/qm ausgestreut werden. Der Sand sollte eine Körnung von 0 bis 2 mm aufweisen und humus- sowie kalkfrei sein. Grobsand ist ungeeignet.
Schafskälte:
Dieser Ausdruck bezeichnet einen Kälteeinbruch um den 11. Juni (meist zwischen dem 4. und 20. Juni). Oftmals sind mit diesem Kälteeinbruch gravierende Schäden der Pflanzen und damit auch der Blüte sowie der Ernte verbunden. Den Namen hat diese Kälte von den Schafen bekommen, die bis dahin geschoren worden sind und für die ein Kälteeinbruch unangenehme Folgen hatte.
schlafendes Auge
siehe Auge
Schröpfschnitt:
Erster Rasenschnitt; erfolgt, wenn die Gräser 5 – 7cm hoch sind.
Sommerschlaf
siehe Vegetationsruhe
Spitzendürre
Absterben der Triebe von der Spitze her. Besonders zu beobachten bei Kirschbäumen im April. Wenn Sie dies beobachten, die Pflanze sofort mit einem Anti-Pilz-Mittel behandeln.

T

Teichsack:
Teichsäcke sind Sandsäcke, die beim Bau des Folienteiches zum Einsatz kommen können. Sie sichern die Randzone des Teiches, steile Ufer zu gestalten und damit eine stabile Böschung zu erhalten, aber auch den Schwimmbereich vom Fischbereich abtrennen.
Trockenschlaf:
siehe Vegetationsruhe
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U

Umkippen:
Nährstoffreiche Gewässer weisen oft vermehrten Algenwachstum auf. Sterben diese wieder ab, verliert der Teich Sauerstoff. Ist nur noch so wenig Sauerstoff vorhanden, dass z.B. die Fische sterben und giftige Faulgase entstehen, spricht man vom Umkippen des Gewässers.
Unterlage:
Basis, auf die Pflanzen einer bestimmten Sorte veredelt werden.

V

Vegetationsruhe
Die Vegetationsruhe, Ruhezeit oder Ruheperiode ist der Winterschlaf (bei manchen Arten auch der Sommer- oder Trockenschlaf) für die Pflanzen. Wenn die Temperatur sinken und die Dauer des Lichteinfalls abnimmt, dann ziehen sich Stauden in den Boden zurück.
Veredeln
Veredeln nennt man das sortenreine Vermehren von Pflanzen, besonders von Obstbäumen und Rosen.
Edelsorten bieten einige Vorteile: sie weisen ein besseres Wuchsverhalten auf und verankern besser im Boden, sind resistenter gegen Krankheiten und lassen sich leichter vermehren.
Verjüngung(sschnitt)
Bei diesem Schnitt werden ältere Zweige knapp über dem Stammansatz bzw. kurz über der Erdoberfläche entfernt. Dadurch entwickeln sich neue und vitale Triebe, die einen gesteigerten Etrag bzw. eine kräftigere Blüte liefern. Somit dient dieser Schnitt dazu, ältere, aus der Form geratene, blühfaul oder von innen heraus verkahlende Gehölzer zu neuem Wuchs und zur Blütenbildung anzuregen.
Vertikutieren
Anritzen der Grasnarbe einer Rasenfläche, um Mulch (altes Schnittgut) und Moos zu entfernen.

W

Wildtriebe
Austrieb von ungewollten Zweigen, die jedoch bei der Versorgung der Edelsorte den Trieben Konkurrenz machen.

X

Y

ist ein homöopathisches Pflanzenstärkungsmittel.

Z

Zeigerpflanzen
Pflanzen, die nur wachsen, wenn bestimmte Bodeneigenschaften (wie pH-Wert, Nährstoffgehalt oder Bodenstruktur) vorhanden sind. Wächst z.B. Brennnessel verstärkt in Ihrem Garten, haben Sie einen nährstoff- und humusreichen Boden; Hahnenfuß zeigt Ihnen, dass Ihr Boden feucht (evtl. Staunässe) ist sowie lehmig oder tonig. Weißklee wächst auf nährstoffarmen Böden.
Zwetschgenrost
Zwetschgenrost ist eine Pilzkrankheit, die Pflanzen befallen kann. Häufig werden Zwetschgen, Pflaumen, Mirabellen, Aprikosen und Pfirsiche. Erkennbar ist der Zwetschgenrost an gelben Flecken an der Blattoberseite und an braunen bis schwarzen Pusteln an der Blattunterseite. Da der Zwetschgenrost überwintern kann, ist auf das richtige Pflanzen der gefährdeten Bäume zu achten. Im Handel erhältliche Pflanzenstärkungsmittel erhöhen die Abwehrkraft der Bäume.
Zwiesel
Der Zwiesel ist die Vergabelungen bei Bäumen. Sie entstehen in der Regel durch eine Fehlentwicklung der Bäume in jungen Jahren.

ist ein Pflanzenstärkungsmittel aus natürlichen Fettsäuren und Pflanzenextrakten

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